Die Entwicklung des Kittens
Von der Geburt bis zum Umzug in seine Familie

Die großen Etappen des Wachstums, Woche für Woche.

- Augen geschlossen, Gehörgänge verschlossen
- Nabelschnur bis ca. 5 Tage
- Saugt und schläft, vom Geruchssinn geleitet
- Augen noch geschlossen, Öffnung mit etwa 8–12 Tagen
- Nabelschnur abgefallen
- Bewegt sich kriechend fort
- Augen geöffnet, Iris milchig blau
- Ohren noch klein und abgerundet
- Keine Zähne
Brontëmit 24 Tagen- Schneidezähne brechen durch
- Ohren aufgerichtet
- Erste wackelige Schritte, Entdeckung der Katzentoilette
- Eckzähne brechen durch
- Klare Sicht, sicherer Gang
- Erste Spiele mit den Geschwistern
Brontëmit 33 Tagen- Vorbackenzähne brechen durch
- Beginn der Entwöhnung: Nassfutter für Kitten
- Rennt, klettert, erkundet
- Milchgebiss vollständig
- Die endgültige Augenfarbe stellt sich ein
- Stubenrein, aktive Sozialisierung
Brontëmit 48 Tagen- So verspielt und koordiniert wie ein Erwachsener
- Entwöhnung von der Muttermilch abgeschlossen
- Maskenzeichnung deutlich ausgeprägt
Bijoumit 54 Tagen- Erste Impfung (Katzenseuche, Katzenschnupfen)
- Kennzeichnung per Mikrochip
- Ausgeprägter Charakter
- Auffrischungsimpfung erfolgt
- Vollständig sozialisiert und stubenrein
- Bereit für die neue Familie
Die zu frühe Entwöhnung
Warum ein Kitten nicht mit 8 Wochen auszieht
Das Gesetz erlaubt die Abgabe eines Kittens ab 8 Wochen. Das ist ein Minimum, kein ideales Alter. Mit 8 Wochen ist die Entwöhnung von der Milch abgeschlossen; die soziale Entwöhnung dagegen fängt gerade erst an. Zwischen 8 und 12 Wochen lernt das Kitten bei seiner Mutter und seinen Geschwistern, seine Bisse zu dosieren und Frustration auszuhalten.
Eine große finnische Studie mit fast 6.000 Katzen hat es gemessen: Katzen, die vor 8 Wochen entwöhnt wurden, zeigen mehr Aggressivität und mehr stereotypes Verhalten, etwa Wollsaugen oder übermäßige Fellpflege. Katzen, die bis zur 14. Woche bei ihrer Mutter geblieben sind, zeigen weniger davon. Die Forscher empfehlen, das Abgabealter um mindestens zwei Wochen über die üblichen 12 Wochen hinaus zu verschieben.
Das Saugen, das nicht aufhört
Eine Katze, die zu früh von ihrer Mutter getrennt wurde, behält oft den Saugreflex: Sie nuckelt an einem Pullover, einer Decke, am Hals oder Kinn ihres Menschen, tretelt dabei und schnurrt. Das ist kein Hunger, sondern eine beruhigende Geste, die unvollendet geblieben ist. Meist ist das harmlos; gefährlich wird es, wenn die Katze den Stoff verschluckt, an dem sie nuckelt.
Bei uns ziehen die Kitten zwischen 12 und 16 Wochen aus, nie früher, auch wenn sie schon lange allein fressen.
Quelle: Ahola, Vapalahti und Lohi, „Early weaning increases aggression and stereotypic behaviour in cats“, Scientific Reports, 2017 (PubMed ↗) · Universität Helsinki ↗.




